Martin Ackermann will Schweiz für künftige Krisen rüsten

21. Juli 2020 13:26

Bern/Zürich - Martin Ackermann wird ab August die Corona-Task-Force des Bundes leiten. Der Experte für Mikrobiologie an der ETH Zürich und Eawag will eine längerfristige Strategie entwickeln und die Schweiz auch auf mögliche künftige Krisen vorbereiten.

Der Berner Epidemiologe und Schweizerischer Nationalfonds-Präsident Matthias Egger gibt das Präsidium der Covid-19-Taskforce des Bundes Ende Juli ab. Neuer Präsident wird der aktuelle Vizepräsident Martin Ackermann, wie der Bund in einer Medienmitteilung bekanntgibt. Ausserdem sei der Task Force ein neues Mandat erteilt worden, weil das bisherige mit der Aufhebung der ausserordentlichen Lage keine rechtliche Basis mehr habe.

Ackermann ist Professor für Mikrobiologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und am Wasserforschungsinstitut Eawag. Der gebürtige Schwyzer ist der Ansicht, dass die Schweiz „bislang vergleichsweise gut durch diese Krise gekommen ist“, wie er in einem von der ETH veröffentlichtem Interview erläutert. Allerding sei die Krise noch nicht überstanden, betont er.

„Jetzt müssen wir uns Gedanken machen, wie wir diese Krise nicht nur eindämmen sondern längerfristig lösen“, so Ackermann. Es gelte, eine Strategie für die kommenden Monate zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sei es erstens wichtig, die Fallzahlen tief zu halten und die grösstmögliche Freiheit zu wahren. Zweitens müssten die Erkenntnisse laufend analysiert und in die Strategie eingebaut werden. Drittens sollen die Erkenntnisse aus den vergangenen Monaten zusammengetragen werden. „Ziel ist, Lösungen zu finden für die aktuelle Krise und auf die nächste Krise besser vorbereitet zu sein“, so Ackermann. ssp

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