Marktanteil von E-Autos ist erstmals zweistellig

03. September 2020 09:43

Bern - Insgesamt 10,5 Prozent aller im ersten Halbjahr neu zugelassenen Autos in der Schweiz und in Liechtenstein fahren elektrisch. Das ist das erste Mal, dass E-Autos und Plug-in-Hybride einen zweistelligen Anteil am Gesamtmarkt erreicht haben. Insgesamt wurde jedoch fast ein Drittel weniger Autos verkauft als im Vorjahr.

Auto-Schweiz vermeldet eine Premiere auf dem Markt für neue Personenwagen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein: Erstmals haben Elektroautos und Plug-in-Hybride einen kumulierten Marktanteil von mehr als 10 Prozent erreicht. Seit Anfang des Jahres sind 8300 rein elektrische Fahrzeuge und 6567 Plug-in-Hybride neu auf die Strasse gekommen. Das entspricht 10,5 Prozent der Neuzulassungen im ersten Halbjahr. Damit sei ein Meilenstein erreicht, so Auto-Schweiz in einer Medienmitteilung

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konnten rein elektrische Fahrzeuge in absoluten Zahlen seit Jahresbeginn um 13,7 Prozent zulegen. Die Zahl der neuen Plug-in-Hybride hat sich mit einem Plus von 221,3 Prozent sogar mehr als verdreifacht.

Jedoch liegt die Gesamtzahl neuer Personenwagen im ersten Halbjahr 2020 mit einem Minus von 29,7 Prozent weit hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. „Der Markt befindet sich noch immer in der Coronastarre“, resümiert Auto-Schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik. Die Kaufzurückhaltung bei Privatpersonen wie bei Unternehmen sei der unsicheren Wirtschaftslage geschuldet.

Insgesamt weist der Trend für alternative Antriebe weiter steil nach oben: Im August verfügten bereits 29,7 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge über eine Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellen-Motorisierung. Davon machen die am Stromnetz aufladbaren Modelle mit 15,7 Prozent mehr als die Hälfte aus. Das ist ihr bisher höchster monatlicher Marktanteil. „Die Coronakrise ist für die Elektromobilität Fluch und Segen zugleich“, sagt Wolnik. „Im Vergleich zum Gesamtmarkt schlagen sich E-Autos auch aufgrund vieler neuer Modelle sehr gut. Doch ohne den Lockdown und die Schliessung unzähliger Produktionswerke wäre bei den Stückzahlen noch mehr möglich.“ mm

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