Männer halten sich für gesünder

18. Juni 2019 11:56

Winterthur - Eine chronische Krankheit muss die Lebensqualität im Alter nicht negativ beeinflussen, stellt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften fest. Ihr zufolge schätzen sich jedoch Männer ab 55 gesünder ein als Frauen im selben Alter.

Rund die Hälfte aller Menschen in der Schweiz im Alter ab 55 und rund zwei Drittel aller 75-Jährigen leben mit mindestens einer chronischen Krankheit, erläutert die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in einer Mitteilung. Ihre Wissenschaftler haben zusammen mit Kollegen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (HEC) der Universität Lausanne und dem Schweizer Kompetenzzentrum für Sozialwissenschaften (FORS) im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eine Studie über die Gesundheit der älteren Bevölkerung in der Schweiz angefertigt.

Den Ergebnissen zufolge stuft eine Mehrheit der Befragten im Alter zwischen 55 und 89 Jahren ihre Gesundheit als gut bis ausgezeichnet ein. „Wie zu erwarten war, verschlechtert sich der Gesundheitszustand bei den höheren Altersgruppen“, wird ZHAW-Co-Studienautor Marc Höglinger in der Mitteilung zitiert. Doch auch in der Gruppe ab 83 schätzen rund zwei Drittel den eigenen Gesundheitszustand als gut bis ausgezeichnet ein. Auch bei der grossen Gruppe der mit einer chronischen Krankheit lebenden älteren Menschen bezeichnen 60 Prozent den eigenen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.

Unterschiede macht die Studie allerdings hinsichtlich Bildungsniveau und Einkommen aus. „Die ZHAW-Studie macht deutlich, dass Personen mit tiefem Bildungsniveau, tiefem Einkommen oder mit Migrationshintergrund nicht nur ein höheres Risiko für diverse chronische Erkrankungen aufweisen, sondern auch ein schlechteres Gesundheitsverhalten und eine geringere Lebensqualität als der Durchschnitt“, wird in der Mitteilung erläutert. Zudem schätzen Männer ihre Gesundheit subjektiv besser ein als Frauen im gleichen Alter. hs

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