Luzerner Forscher wollen Kommunikation von Behörden verbessern

25. Mai 2020 11:26

Luzern - Ein Projekt der Universität Luzern soll die Kommunikation der Gesundheitsbehörden in Notfällen verbessern. Dazu analysieren die Forscher die Gesundheitskommunikation während der Coronavirus-Pandemie. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

In einer Ausnahmesituation wie der Coronavirus-Pandemie müssten die Behörden sicherstellen, „dass die Menschen die Risiken wahrnehmen und sich entsprechend verhalten“, erläutert die Universität Luzern in einer Mitteilung. Ihre Forscher arbeiten gemeinsam mit Kollegen unter anderem der Universität Lausanne, der Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einem Instrumentarium, das den Behörden bei der Informationsvermittlung dienen soll.

Dabei analysieren die Forscher zunächst die Gesundheitskommunikation von Behörden während der aktuellen Coronavirus-Pandemie. Zudem wird untersucht, was in klassischen und sozialen Medien berichtet wird und welche Informationen wie in der Öffentlichkeit ankommen. In einem zweiten Schritt soll dann ein aus einem theoretischen Rahmen und operativen Leitlinien bestehendes Instrumentarium erstellt werden.

„Risikokommunikation ist zwar ein etabliertes Forschungsfeld“, wird die Co-Leiterin des Projekts, Sara Rubinelli, in der Mitteilung zitiert. „Eine Lücke in der Literatur besteht aber darin, wie die offizielle Kommunikation in Kontexten von Informationsüberlastung und Fehlinformation gestärkt werden kann.“

Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen der Sonderausschreibung Coronaviren gefördert. Hier waren allein im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften 70 Förderanträge gestellt worden. Das Luzerner Projekt ist eines von zehn Projekten in diesem Bereich, die eine Unterstützung erhalten, erläutert die Universität in der Mitteilung. hs

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