Lonza schliesst Lachgasleck vor Ende 2021

10. Dezember 2020 11:59

Visp VS - Lonza will bei seiner Anlage in Visp doch bereits vor Ende 2021 einen Katalysator in Betrieb nehmen. Dort treten bei der Produktion von Vitaminen pro Jahr 600‘000 Tonnen CO2-Äquivalent aus. Das entspricht 13 Prozent aller CO2-Emissionen der Schweizer Industrie.

Lonza will sein Lachgasleck in Visp doch bereits vor Ende 2021 schliessen. Der externe Lieferant eines Katalysators habe seine corona-bedingten Verzögerungen bewältigen können, schreibt das Basler Chemieunternehmen in einer Mitteilung. Damit verzögere sich die Inbetriebnahme nicht wie zwischenzeitlich angenommen bis 2022. Die Kosten der Schliessung des Lecks betragen 12 Millionen Franken.

Bei der Produktion des Vitamins Niacin entweichen in Visp pro Jahr rund 600‘000 Tonnen CO2-Äquivalent. Das entspricht rund 1,3 Prozent des Schweizer CO2-Ausstosses von 47,4 Millionen Tonnen (2018) oder 13 Prozent des Ausstosses der gesamten Schweizer Industrie. Das Leck wurde erst im Frühjahr 2018 bei Kontrollmessungen festgestellt. Die Anlage ist seit 1971 in Betrieb. Lachgas ist rund 13-mal klimaschädlicher als CO2.

Lonza hat das Baugesuch für die Katalysatoranlage im November 2019 eingereicht, Ende Januar 2020 wurde es genehmigt. Im Februar informierten das Bundesamt für Umwelt und Lonza über das Leck. Die Schweiz muss wegen des höheren CO2-Ausstosses ausländische Zertifikate einkaufen. stk

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