Logiernächte verzeichnen historischen Rückgang

04. August 2020 11:08

Neuenburg - In den ersten sechs Monaten des Jahres ist laut Bundesamt für Statistik die Zahl der Logiernächte in der Schweiz fast um die Hälfte gesunken. Im Mai und Juni verbesserte sich die Schweizer Nachfrage zögerlich, aber stetig.

Aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamts für Statistik (BFS) geht ein dramatischer Einbruch der Übernachtungszahlen in der Schweiz hervor. Laut einer Medienmitteilung registrierte die Hotellerie insgesamt 9,9 Millionen Logiernächte. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Rückgang um 47,5 Prozent. 

Im Januar und Februar ist durch in- und ausländische Gäste noch ein „markantes“ Plus zwischen 5,3 und 7,4 Prozent erreicht worden. Als sich jedoch im Februar erste Anzeichen der Pandemie zeigten, brach vor allem die Zahl der Gäste aus China um 66,7 Prozent ein.

Am deutlichsten wirkte sich das im Februar in der Region Luzern/Vierwaldstättersee mit einem durchschnittlichen Rückgang um 4,5 Prozent aus. Insgesamt waren die Übernachtungszahlen in diesem Monat in drei der 13 Schweizer Tourismusregionen rückläufig.

Mit Beginn der vom Bundesrat erklärten „ausserordentlichen Lage“ im März gab die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 62,3 Prozent nach. Im April brach die Nachfrage mit einem Minus von 92,4 Prozent landesweit vollends ein.

Im Mai wurden 2,4 Millionen oder 79,2 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahresmonat verzeichnet. Graubünden (-46,4 Prozent) und Jura & Drei-Seen-Land (-49,5 Prozent) schnitten etwas weniger schlecht ab als die anderen Tourismusregionen.

Auch nach der Lockerung der COVID-19-Massnahmen am 6. Juni verbuchte die Schweiz für den Juni 2,4 Millionen oder 62,0 Prozent weniger Buchungen als im Vorjahresmonat. Dabei sank die Nachfrage aus dem Inland um 24,7 Prozent, jene aus dem Ausland um 87,8 Prozent. Dieser Rückgang betraf alle 13 Tourismusregionen. Einzig im Tessin (-32,6 Prozent), in Graubünden (-34,9 Prozent), im Jura & Drei-Seen-Land (-35,1 Prozent) und in der Ostschweiz (-37,6 Prozent) blieb er unter 40 Prozent. mm

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