Löhne steigen moderat

29. Juni 2020 13:20

Neuenburg - Die Nominallöhne sind 2019 im Jahresvergleich um durchschnittliche 0,9 Prozent gestiegen. Bei einer mittleren Jahresteuerung von 0,4 Prozent legten die Reallöhne damit gegenüber 2018 um 0,4 Prozent zu. Damit ist die Kaufkraft der Löhne nach zwei rückläufigen Jahren wieder angestiegen.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik zufolge war 2019 bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen eine Effektivlohnerhöhung von 0,5 Prozent vereinbart worden. Gesamtwirtschaftlich gesehen stiegen die Nominallöhne im vergangenen Jahr durchschnittlich um 0,9 Prozent an.

Die höchsten Nominallohnerhöhungen wurden mit 1,7 Prozent  in den Branchen Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, Uhren, elektrischen Ausrüstungen sowie Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen verzeichnet. Die Nominallöhne in den Branchen Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren, Reparaturen und Installationen, Handel oder Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen sowie im Gastgewerbe gingen gegenüber 2018 hingegen zwischen 0,5 und 0,8 Prozent zurück.

Nach Abzug einer durchschnittlichen Inflationsrate von 0,4 Prozent ergibt sich für die Reallöhne 2019 eine durchschnittliche Steigerung um 0,5 Prozent, informiert das BFS in der Mitteilung weiter. Damit habe die Kaufkraft der Löhne nach zwei rückläufigen Jahren im vergangenen Jahr wieder zugelegt, erläutern die Analysten des BFS.

Die Reallohnsteigerungen im Dienstleistungssektor fielen mit durchschnittlich 0,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Durchschnitt des Industriesektors aus. Innerhalb der einzelnen Branchen hatte sich die Reallohnentwicklung im vergangenen Jahr zwischen -1,1 und 1,3 Prozent bewegt.  „Diese grosse Bandbreite unterstreicht die Vielfalt der Lohndynamik in den einzelnen Wirtschaftszweigen“, heisst es dazu in der Mitteilung. hs

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