Löhne in der Schweiz steigen

22. April 2016 11:16

Neuenburg - Arbeitnehmende in der Schweiz haben im vergangenen Jahr im Schnitt mehr Geld verdient. Die Löhne stiegen um 0,4 Prozent. Dank der negativen Teuerung erhielten die Angestellten effektiv 1,5 Prozent mehr als im Jahr 2014.

2015 nahmen die Nominallöhne im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen. Dieser Anstieg entspricht laut dem BFS dem tiefsten Wert seit 1999. Die geringe Nominallohnsteigerung hänge damit zusammen, dass die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Quartal 2014 an Schwung verloren habe. Auch die  inländische Nachfrage, darunter der Konsum der privaten Haushalte, schwächelte. Bereits zum vierten Mal in Folge habe das Nominallohnwachstum somit unter der Marke von einem Prozent gelegen. Dank der negativen Jahresteuerung von 1,1 Prozent sind die Reallöhne jedoch trotzdem um 1,5 Prozent gestiegen.

Im Industriesektor sind die Nominallöhne um 0,5 Prozent gestiegen. Am stärksten waren die nominalen Zunahmen im Industriesektor in der Branche Herstellung von Möbeln, Reparaturen und Installationen sowie in der Branche Herstellung und Bearbeitung von Metallerzeugnissen (jeweils +1,2 Prozent). In der Chemie- und Pharmabranche betrug die nominale Zunahme 1,1 Prozent, im Dienstleistungssektor 0,3 Prozent. In der Baubranche sind die Nominallöhne während dessen jedoch um 0,2 Prozent zurückgegangen. Auch in  Bereichen Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen sanken die nominellen Löhne. Der Rückgang betrug 0,1 Prozent. ssp

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