Lockerungen beflügeln Dienstleistungen

01. März 2022 14:35

Zürich - Das Wachstum im Industriesektor kehrt nach einer dynamischen Aufholphase langsam in normale Bahnen zurück. Die Dienstleistungen werden aktuell dagegen von den Aufhebungen der pandemiebedingten Einschränkungen beflügelt. Dies geht aus dem aktuellen Einkaufsmanagerindex hervor.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie hat Ende Februar auf dem Stand von 62,6 Zählern notiert. Gegenüber Januar ist der Index damit um 1,2 Punkte gefallen, erläutern die Analysten. Er liegt aber weiterhin deutlich in der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumszone. Nach Ansicht der Analysten kehrt das Wachstum im Industriesektor nach einer dynamischen Aufholphase im vergangenen Jahr langsam in normale Bahnen zurück. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die dem PMI zugrunde liegende Umfrage vom 21. bis 23. Februar und damit „vor der Eskalation der Krise in der Ukraine“ durchgeführt wurde.

Bei den Subkomponenten haben die Analysten bereits seit einigen Monaten einen Rückgang des Indikators für den Auftragsbestand beobachtet. Sie interpretieren dies als ein allmähliches Abarbeiten der überfüllten Auftragsbücher aus Pandemiezeiten. Die seit September zurückgehenden Werte der Subkomponente Lieferfristen deuteten auf abnehmende Schwierigkeiten in den Lieferketten hin. Bei den Einkaufpreisen zeichne sich dagegen „nur eine zögerliche Entspannung ab“, heisst es im PMI.

Dem Dienstleistungssektor bescheinigen die Analysten aktuell vielversprechende Aussichten. Hier zog der Einkaufsmanagerindex im Februar um 7,9 Punkte auf 64,3 Zähler an. Der Index habe sich damit „von seinem omikron-bedingten Dämpfer im Januar rasch erholt“ und „einen massiven Zugewinn“ verzeichnet, schreiben die Analysten. Sie führen den kräftigen Sprung auf die Aufhebung fast aller pandemiebedingten Einschränkungen zurück. hs

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