Lockdown verhindert Spitzenergebnis der Arosa Bergbahnen

17. Juli 2020 13:56

Arosa GR - Die Arosa Bergbahnen AG kann trotz der entgangenen Saisontage ab Mitte März ein gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019/2020 vorlegen. Der Jahresgewinn beträgt 1,3 Millionen Franken. Auf Dividendenausschüttung wird aber verzichtet.

Das plötzliche Saisonende durch den Lockdown am 14. März hat der Arosa Bergbahnen AG die Hoffnung auf ein Spitzenergebnis genommen. Das Sommergeschäft 2019 war sehr gut verlaufen und auch die Wintermonate waren zu Beginn einträglich. Mitte März allerding brachte das plötzliche Ende der Teilsaison eine Kehrtwende beim Umsatz.

Dennoch kann der Generalversammlung laut Medienmitteilung „ein stattlicher Jahresgewinn“ von 1'316‘000 Franken präsentiert werden. Verwaltungsratspräsident Lorenzo Schmid fasst das Jahresergebnis so zusammen: „Nicht so schlecht wie befürchtet, aber weit weg von dem, was möglich gewesen wäre.“ Die Arosa Bergbahnen AG musste keine Corona-Kredite beantragen. „Die EBITDA-Quote von 30,5 Prozent ist für ein Bergbahnunternehmen mit eigenen Berggastronomie- und Beherbergungsbetrieben ein solider Wert“, erklärt Schmid.

Der ausgewiesene Cashflow macht mit 7,3 Millionen Franken 27,1 Prozent des Umsatzes aus. Der Verwaltungsrat wird auf dieser Grundlage an der Generalversammlung am 26. September beantragen, den Jahresgewinn dem Bilanzgewinn zuzuweisen und auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. Man wolle sich dagegen wappnen, falls das Jahresergebnis einmal deutlich schwächer ausfallen sollte, erklärte Schmid. Die für 2020/21 geplanten Investitionen, wie Beschneiung der beliebten Piste 12 „Black Diamond Slope“ am Brüggerhorn, sollen wie geplant im Gesamtumfang von 7,4 Millionen Franken realisiert werden.

Mit Blick in die Zukunft sagte der Verwaltungsratspräsident: „Was uns im Winter erwartet, ist noch weniger vorhersehbar als bisher.“ Dennoch wolle man vorsichtig optimistisch bleiben, denn das Sommergeschäft habe sowohl bei den Bahnanlagen als auch den Gastrobetrieben am Berg gut begonnen.

„Die Maskentragpflicht in den Kabinen und Gondeln verläuft problemlos. Und das Angebot der Sesselbahn Tschuggen Ost als offene Anlage nehmen die Gäste positiv auf. Bei den Ersteintritten konnten wir gegenüber dem Spitzensommer 2019 in den ersten fünf Wochen bereits um 30 Prozent zulegen", erklärt Philipp Holenstein, Direktor der Arosa Bergbahnen AG. gba

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