Life Sciences-Cluster stärken die Schweiz

14. Juli 2020 14:29

Basel - Schweizer Pharma-Cluster schneiden auch im internationalen Vergleich gut ab, wie ein Bericht von Interpharma zeigt. Die Stärke dieser Cluster erweist sich als gute Krisenvorsorge in der aktuellen Pandemie. Die Krise dürfte aber auch den internationalen Standortwettbewerb verstärken.

Der Verband Interpharma hat in einem Bericht die Schweizer Pharma-Cluster untersucht und auch mit anderen internationalen Standorten verglichen. Die Region Basel wird im Bericht als die „führende Pharma-Region der Schweiz“ beschrieben. Sie generiert den Angaben zufolge mit 24,5 Milliarden Franken zwei Drittel der gesamten Pharmawertschöpfung in der Schweiz. Auch im internationalen Vergleich schneidet Basel gut ab. Laut René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma, ist die Region Basel insgesamt der „wohl produktivste Life-Sciences-Standort der Welt“.

Neben Basel wurden die Cluster Zürich-Zug-Luzern-Schaffhausen und Espace Mittelland-Bassin Lémanique untersucht. Diese drei Regionen sind für 90 Prozent der nominalen Bruttowertschöpfung verantwortlich. Der Cluster Zürich-Zug-Luzern-Schaffhausen hat sich dem Bericht zufolge den vergangenen Jahrzehnten zu einem Zentrum für Medizinaltechnik entwickelt und gilt als ein „beliebter Standort für internationale und europäische Headquarters für Pharma und Biotech“. Die Region sei unter anderem aufgrund ihrer zentralen Lage und der Nähe zu hochklassigen Forschungseinrichtungen attraktiv.

In der Westschweiz sei seit dem Anfang der 2000er Jahre ein „äusserst dynamisches Ökosystem rund um Biotechnologien“ entstanden, so der Bericht. Seither habe sich sich das Health Valley am Genfer See als eines der weltweiten Kompetenzzentren etabliert.

Laut Interpharma hat sich die Stärke des Pharmastandorts Schweiz „als beste Krisenvorsorge“ erwiesen. Nun gelte es aber, auf die Zukunft des Life Sciences-Standorts Schweiz zu fokussieren. „Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil das Ausland die Bedeutung einer wertschöpfungsintensiven Pharmaindustrie gerade in Krisenzeiten erkannt hat und sich aktiv um eine Stärkung seines Standorts bemüht“, führt Buholzer aus. Interpharma hat diesbezüglich mit seinen Mitgliedern eine Strategie für den Pharmastandort formuliert. Es geht dabei um die Bereiche Krisenbewältigung mittels Diagnostika, Medikamente und Impfstoffe, Versorgungssicherheit, Zusammenarbeit, Forschung und Innovation wie auch den Produktionsstandort Schweiz. ssp

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