Liechtensteins Start-up-Netzwerk etabliert sich

Der Investor Summit in Liechtenstein ist der jährliche Höhepunkt für die Start-up-Szene des Landes. Er hat auch 2018 nicht nur Start-ups aus der DACH-Region angezogen, sondern auch viele Kapitalgeber, wie etwa den Präsidenten des Swiss ICT Investor Clubs (SICTIC), Thomas Dübendorfer. Insgesamt kamen über 200 Personen zum Summit, um in Workshops zu diskutieren, sich zu vernetzen und acht Start-up-Präsentationen zu bewerten. Auf der Bühne standen dabei etwa das Crowdlending-Unternehmen Lend aus Zürich oder das Versand-Start-up LukkaBox aus Winterthur. Liechtenstein war durch das Fintech Pintail vertreten. Pintail zielt mit seinem Geschäftsmodell darauf ab, Geldtransfers durch eine App entscheidend zu vereinfachen.

„Die Start-ups von heute sind die Arbeitgeber von morgen“, betonte der Business Angel of the Year 2016 Philip Bodmer in seinem Referat. Er appellierte an die Investorenrunde, noch aktiver zu werden. Das Innovationspotenzial der Schweiz sei riesig, doch es werde noch zu wenig ausgeschöpft, so Bodmer. Dass in Liechtenstein die Infrastruktur rasant wächst, zeigte sich im Podium. Priska Rösli, die in Liechtenstein mit Red Leafs Venture und Equitypitcher einen Start-up-Fonds lanciert hat, ermutigte Gründer. Der ehemalige Ski-Rennfahrer Harti Weirather ist selbst an Start-ups beteiligt und stellte den Liechtensteiner Kokon Corporate Campus vor – einen der inzwischen zahlreichen Orte im Land, an dem sich Gründer niederlassen können. Die Universität Liechtenstein unterstützt Gründer auf vielfältige Weise. Der Kontakt zu Business Angels ist durch die Gründung des Business Angels Club Liechtenstein (BACL) einfacher geworden. yvh