Liechtensteiner Firma vereinfacht MiFIR-Meldung

Seit Anfang Jahr müssen Vermögensverwalter und Anlageberater aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) – zu dem neben den EU-Staaten Liechtenstein, Norwegen und Island gehören – alle Geschäfte mit Finanzinstrumenten spätestens am Folgetag detailliert an die zuständige Finanzmarktaufsicht melden. Dabei ergibt sich für Vermögensverwalter und Anlageberater, die EWR-Kunden betreuen und mit Schweizer Banken zusammenarbeiten, ein Problem. Denn in der Schweiz kann die MiFIR-Meldung nicht an die Banken delegiert werden. Viele Banken stellen zwar einen Teil der Meldedaten zur Verfügung. Damit wird die Meldepflicht jedoch noch nicht erfüllt.

Die Corporate Services Ltd.(CSL) hat nun eine Lösung entwickelt, welche die manuelle Erfassung der Transaktionsdaten unterstützt. Diese kann die von der Bank bereitgestellten Daten importieren, validieren und aufbereiten, wie es in einer Mitteilung heisst. Anschliessend identifiziert es noch fehlende Angaben. So kann das Reporting den Angaben zufolge in wenigen Minuten abgeschlossen werden.

Bei der neuen App setzt die CSL auf eine Software des Zürcher Fintech-Unternehmens Appway. „Wir wollten den Prozess so schlank abbilden, dass die dahinterliegende Komplexität für den User gar nicht mehr erkennbar ist“, lässt sich Tino Kesseli, IT-Chef bei der CSL, zitieren. „Dank der Software von Appway ist es uns gelungen, das 217-seitige Regelwerk der European Securities and Markets Authority in zwei Webpages abzubilden“. ssp