Liechtenstein will das Crypto Valley überholen

Das Crypto Valley rund um Zug gehört bisher zu den weltweit ganz Grossen in der noch jungen Branche der Blockchain-Technologien. Doch wie ein Artikel der „Handelszeitung“ zeigt, holt nun Liechtenstein auf. So habe sich die Kryptobörse Bitfinex aus Hongkong, die im Dezember 110 Milliarden Dollar Umsatz gemacht habe, in der Schweiz niederlassen wollen. Nun stehe Liechtenstein ganz oben auf der Liste. Die Rechtssicherheit sei dort „möglicherweise“ höher, zitiert der Artikel die Wahrnehmung des Unternehmens. 

Auch die Kryptobörse Lykke aus Zug schaut nach Liechtenstein. Sie treibe ein Projekt mit der Bank Frick voran, wird Gründer Richard Olsen zitiert. „Liechtenstein ist ultra kompetitiv“, so Olsen. „Es braucht dort weniger Zeit, um ein Produkt auf den Markt zu bringen.“

Ähnlich formuliert es Marion Vogel vom Start-up Aeternity in Vaduz. „Liechtenstein hat sehr kurze Weg. Anfragen, ob dieses oder jenes regulatorisch möglich sei, werden von den Behörden wirklich rasch beantwortet“, wird sie im Artikel zitiert.

Die Liechtensteiner Regierung hat dafür den Boden bereitet. Regierungschef Adrian Hasler stellte am 21. Juni selbst das neue Blockchain-Gesetz vor. Die Finanzmarktaufsicht betreibt ein Regulierungslabor. stk