Liechtenstein ist Weltmeister der Wiederverwertung

Der 7. Erfahrungsaustausch des Energie-Netzwerks für die Wirtschaft in Liechtenstein am vergangenen Donnerstag setzte sich mit der Frage auseinander, wie aus Abfall Sekundärrohstoff entsteht. Etwa 100 Gäste liessen sich dabei durch das Recycling-Center der Elkuch Josef AG in Eschen führen, berichteten Liechtensteiner Medien am Wochenende. 

Im Recycling-Center erläuterte Projektmanager Björn Berchtel wie auch die Wiederverwertung selbst nachhaltig gestaltet werden kann. So spart die Elkuch Josef AG jährlich rund 37.500 Kilogramm CO2-Emissionen durch den Einsatz eines elektrischen Balancekrans statt eines Dieselkrans ein. Zudem werden rund 60 Prozent der in der Anlage verbrauchten Energie von einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage erzeugt. 

Andreas Gstöhl vom Amt für Umwelt überbrachte den Anwesenden die gute Nachricht, dass Liechtenstein mit einer Wiederverwertungsquote von 65 Prozent Weltmeister in Sachen Recycling ist. Rund 460 Kilogramm Wertstoffe führt jeder Einwohner Liechtensteins durchschnittlich jährlich der Wiederverwertung zu. Andererseits liegt das Land mit 220 Kilogramm Kehricht pro Einwohner aber auch unter den weltweiten Spitzenreitern bei der Produktion von Abfall. Hier könne beispielsweise über die Vermeidung von Einweggeschirr oder die Verwendung von Hahnenwasser statt abgepacktem Mineralwasser noch einiges verbessert werden, riet der Umweltexperte. hs