Liechtenstein bekommt Netz von Bitcoin-Automaten

Die Initiative für ein Netz an Bitcoin-Automaten geht auf die beiden Wirtschaftsstudenten und IT-Unternehmer Georg Bühler und Maksymilian Mencel zurück, erläutert Stephan Agnolazza in „Wirtschaft regional“. Sie hatten die Entwicklung rund um den ersten Bitcoin-Automaten Liechtensteins verfolgt. Er war Anfang 2017 im Hoi-Laden in Vaduz aufgestellt worden, wurde aber Ende 2017 wieder abgeschaltet. Der kleine Laden war dem Ansturm auf den Automaten nicht gewachsen gewesen.

Diese Lücke nutzten Bühler und Mencel und gründeten den Automatenbetreiber Bitcoin ATM Liechtenstein. „Aufgrund ihrer Komplexität sind Kryptowährungen wie Bitcoin für viele Menschen in unserer Gesellschaft ein Buch mit sieben Siegeln“, wird Bühler im Bericht zitiert. „Wir spüren den Bedarf nach einem sicheren und leicht verständlichen Zugang zur Welt der Kryptowährungen.“

Ihr erster Automat ist seit Mitte Juli in den Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei Nägele im House of Blockchain in Vaduz in Betrieb. Bis Ende Jahr sollen insgesamt fünf Automaten in Liechtenstein aufgestellt werden. An ihnen können nicht nur Bitcoin, sondern auch andere Kryptowährungen bezogen werden.

Mit seiner Bitcoin ATM ist Liechtenstein seinem Nachbarn Schweiz in Sachen Kryptowähungen einen weiteren Schritt voraus. Das Ländle hänge die Schweiz in Sachen Crypto Valley ab, warnt der „Tages-Anzeiger“. Dem Bericht zufolge liebäugelten „etliche“ der in der Krypto-Hochburg Zug ansässigen „innovativen Start-ups“ mit einem Umzug nach Liechtenstein. Dort lockten nicht nur bessere gesetzliche Regelungen, sondern mit der „kleinen Privatbank Frick“ auch „umfassendere Finanzdienstleistungen“ für die Jungunternehmen der Blockchain-Branche. hs