Liechtenstein behält Bestnote

30. Mai 2022 11:38

Vaduz - Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's hat dem Fürstentum Liechtenstein erneut die Bestnote Triple-A mit stabilem Ausblick verliehen. In der Bewertung wurden vor allem die starke Wirtschaft und die gute Finanzlage der öffentlichen Haushalte herausgestrichen.

Alle sechs Monate lässt Liechtenstein seine Kreditwürdigkeit von der internationalen Ratingagentur Standard & Poor's evaluieren. Im Rahmen der jüngsten Überprüfung wurde „das liechtensteinische Rating mit der Bestnote Triple-A mit stabilen Ausblick erneut bestätigt“, informiert die Landesverwaltung in einer Mitteilung. Ihr zufolge wurden dem Land insbesondere eine gute Vermögenslage der öffentlichen Haushalte und eine starke Wirtschaft mit hoher Widerstandskraft und breiter Diversifikation attestiert. 

Nach Ansicht der Ratingagentur wird der Krieg in der Ukraine auch für Liechtenstein Lieferkettenprobleme und steigende Rohstoffpreise mit sich bringen. Sie korrigiere daher ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach unten, heisst es in der Mitteilung. Liechtenstein werde jedoch nach Einschätzung von Standard & Poor's „die kurzfristigen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in den nächsten zwei Jahren ohne adverse Folgen auf die Volkswirtschaft“ bewältigen können. 

Für Regierungschef Daniel Risch ist die Beibehaltung der Bestnote eine Bestätigung für die Attraktivität Liechtensteins als sicherer und stabiler Wirtschaftsstandort. Er wertet dies „vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklung und der internationalen wirtschaftlichen Herausforderungen“ als grossen Erfolg. Nach Ansicht des Regierungschefs bilden „eine solide Haushaltspolitik“ und die Unterstützungsleistungen während der Pandemie „das Fundament für eine gute Ausgangslage für weitere Erholungsschritte“. hs

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