Leonteq verschärft Sparprogramm

09. Februar 2017 11:48

Zürich - Leonteq muss für das Jahr 2016 einen Gewinneinbruch um 75 Prozent hinnehmen. Das Zürcher Fintech-Unternehmen will nun sein Sparprogramm verschärfen. Dabei wird unter anderem die Geschäftsleitung verkleinert.

Der Reingewinn von Leonteq ging im Jahr 2016 um 75 Prozent auf 17,2 Millionen Franken zurück. Das Unternehmen erklärt dies in erster in erster Linie mit deutlich niedrigeren Erträgen und gleichzeitig wesentlich höheren Kosten aufgrund von zusätzlichen Investitionen in Mitarbeiter und andere geplante Wachstumsmassnahmen. Der Betriebsertrag ging im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 207 Millionen Franken zurück, während der Geschäftsaufwand um 26 Prozent auf 189,4 Millionen Franken zunahm.

Leonteq hat bereits im Dezember ein Kostensenkungsprogramm um 10 Millionen Franken angekündigt. Nun will das Unternehmen zusätzliche 18 Millionen Franken einsparen. Dazu soll unter anderem die  Geschäftsleitung von bisher elf auf sechs Mitgliedern verkleinert werden. Der Verwaltungsratspräsident und der Vizepräsident verzichteten zudem auf 34 beziehungsweise 22 Prozent ihrer jeweiligen Vergütung. Ausserdem verzichtet die Geschäftsleitung auf sämtliche Boni für 2016.

„Meine Kollegen und ich sind entschlossen, alles Notwendige zu unternehmen, um unserem Geschäft wieder zu solidem und profitablem Wachstum zu verhelfen und das Vertrauen in Leonteq wiederherzustellen“, erklärt CEO Jan Schoch in der Mitteilung.

Neben den Geschäftszahlen hat Leonteq am Donnerstag auch eine neue Partnerschaft bekanntgeben. Das Unternehmen ist mit der Crédit Agricole ein Kooperationsabkommen im Bereich strukturierter Anlageprodukte eingegangen. Die französische Investmentbank wird die Technologie von Leonteq nutzen, um strukturierte Produkte zu vertreiben. ssp

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