LEDCity sucht Investoren für Expansion

09. März 2020 15:13

Zürich - LEDCity will mit seiner Technologie den nationalen Energieverbrauch für Beleuchtungen in Unternehmen und im öffentlichen Raum um 80 Prozent senken. Dafür vertreibt das Zürcher Start-up ein intelligentes Lichtsystem ohne Bewegungsmelder. Investoren sollen beim nächsten Entwicklungsschritt helfen.

Der CEO von LEDCity, Patrik Deuss, ist überzeugt, dass Geschäftskunden mit den intelligenten LED-Röhren seines Unternehmens bis zu 80 Prozent der Beleuchtungsenergie einsparen können. Wie er im Interview mit moneycab sagt, seien in den meisten Universitäten und Fachhochschulen im Kanton Zürich bereits erste Projekte realisiert worden. Auch „grössere Immobilien-, Banken- und Versicherungsunternehmen“ zählten zu den Kunden, ebenso wie das Luxushotel „The Dolder Grand“. 

Anders als bei „Smart Lighting“ genannten Lösungen benötige das autonome Beleuchtungssystem von LEDCity keine Bewegungsmelder. Zahlreiche Sensoren in den LED-Röhren des Unternehmens können das Licht stufenlos steuern. Zudem können die vollautonomen Leuchtmittel miteinander kommunizieren. Dadurch entsteht ein Datennetzwerk, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz trainiert wird. Dadurch soll für alle möglichen Szenarien der geringste Energieverbrauch bei grösstem Komfort ermöglicht werden.

2019 hat LEDCity erstmals über 1 Million Franken Umsatz erwirtschaftet. Jetzt will das im Technologiepark ansässige Unternehmen in Industrieländer mit hohen Elektrizitätskosten expandieren. Dafür „sind wir momentan auf der Suche nach Partnern in Deutschland“. Weitere Expansionsschritte sind in Entwicklungsländer mit einer veralteten Beleuchtungsinfrastruktur geplant.

„Die Expansion stellt uns vor eine grosse finanzielle Hürde“, so Deuss. „Wir suchen nach Investoren, die mit uns gemeinsam an der Verwirklichung der Vision arbeiten und Grosses bewirken möchten.“ Ein Investment würde auch helfen, eine zweite Bürgschaft beim Technologiefonds des Bundesamtes für Umwelt zu beantragen. Dies würde „die günstige Aufnahme von Fremdkapital in der Höhe von 2,73 Millionen Franken erschliessen“. mm

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