Leclanché beteiligt sich an Konsortium für Batteriezellen

24. Januar 2019 13:03

Yverdon-les-Bains VD - In Deutschland entsteht ein Forschungs- und Produktionszentrum für Lithium-Ionen-Zellen. Das von der deutschen Regierung unterstützte Projekt wird von einem Industriekonsortium vorangetrieben. An diesem beteiligt sich nun auch der Westschweizer Energiespeicherhersteller Leclanché.

Die geplante neue Forschungs- und industrielle Grossfertigungsanlage für Lithium-Ionen-Zellen geht auf eine Initiative des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück, wie aus einer Medienmitteilung von Leclanché hervorgeht. Sie wird mit einer Investition in der Höhe 500 Millionen Euro gefördert. Die Anlage soll helfen, den neuen Anforderungen bei der Elektrifizierung des Transports und von Speichersystemen gerecht zu werden. Ziel ist es, eine Massenproduktion von Lithium-Ionen-Zellen zu entwickeln. Damit soll die europäische Industrie gestärkt und die Abhängigkeit von asiatischen Batterieherstellern verringert werden.

Auch Leclanché wird sich am Industriekonsortium beteiligen, welches das neue Projekt vorantreiben soll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde nun mit den Unternehmen BMZ Group, Customcells, EAS Batteries und Liacon unterzeichnet. Als grösster Zellhersteller werde Leclanché innerhalb des Konsortiums eine führende Rolle spielen. Das Unternehmen aus Yverdon-les-Bains will sein Fachwissen in der industriellen Zellfertigung einbringen. Leclanché betreibt die grösste Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Pouch-Zellen in Europa. Sie befindet sich in Willstätt in Deutschland. Im Dezember hat das Unternehmen angekündigt, seine derzeitige Fabrikkapazität bis 2020 auf über 3 Millionen Zellen pro Jahr zu verdreifachen. ssp

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