Landwirtschaft steigert Wertschöpfung

08. Oktober 2019 12:26

Neuenburg/Ettenhausen TG - Die Einkommen in der Landwirtschaft sind 2018 gestiegen. Höhere Rindfleisch- und Milchpreise und eine gute Obst- und Weinernte glichen Einbussen bei Ackerbau und Schweinefleisch aus. In diesem Jahr dürften Wertschöpfung und Einkommen weiter steigen.

Schätzungen des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge wird die Bruttowertschöpfung der Schweizer Landwirtschaft in diesem Jahr bei 4,2 Milliarden Franken und damit um 2,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen. Dabei geht das BFS von einer Gesamtproduktion der Landwirtschaft in Höhe von 11,0 Milliarden Franken aus. Ihr stehen geschätzte Aufwände in Höhe von 6,8 Milliarden Franken gegenüber.

Im Pflanzenbau werden in diesem Jahr im Vergleich zum trockenen Vorjahr bessere Ernten von Getreide und Raufutter erwartet. Die diesjährigen Ernten im Wein- und Obstbau werden hingegen wahrscheinlich hinter denen des hervorragenden Vorjahres zurückbleiben. Bei der tierischen Produktion rechnet das BFS mit einer gegenüber 2018 um 2,2 Prozent höher ausfallenden Wertschöpfung. Die Analysten gehen dabei von einer im Jahresvergleich stabilen Milch- und Rindfleischproduktion aus. Auf dem Schweinemarkt aber habe der Rückgang der Schlachtungen „zu einer signifikanten Erhöhung des Durchschnittspreises für Schweine“ und somit auch des Werts der Schweineproduktion geführt.

Das für dieses Jahr zu erwartende Nettounternehmenseinkommen des gesamten Landwirtschaftssektors beziffert das BFS auf 3,2 Milliarden Franken. Es fällt den Berechnungen zufolge damit 2,9 Prozent höher aus als im vergangenen Jahr. Wichtiger Bestandteil auf der Einnahmeseite sind dabei die an die Betriebe ausgezahlten Staatsbeiträge, deren Höhe in diesem Jahr knapp 3,0 Milliarden Franken beträgt.

Den Erhebungen des Kompetenzzentrums des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, Agroscope, zufolge belief sich das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen eines Betriebs im vergangenen Jahr auf 70.600 Franken. Es lag damit 4,1 Prozent höher als noch 2017. Die Analysten von Agroscope führen den Anstieg hauptsächlich auf „die hervorragende  Obst- und Weinernte sowie die höheren Erträge aus der Rindviehhaltung“ zurück. hs

Aktuelles im Firmenwiki