Landwirtschaft steigert Wertschöpfung

06. Oktober 2020 13:29

Neuenburg/Ettenhausen TG - Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft wird in diesem Jahr um 5,8 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken steigen. Dies geht aus Erhebungen des Bundesamts für Statistik hervor. Hintergrund sind im Jahresvergleich gesunkene Produktionskosten.

Schätzungen des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge wird die Bruttowertschöpfung der Schweizer Landwirtschaft in diesem Jahr bei 4,4 Milliarden Franken und damit um 5,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen. Dabei geht das BFS von einer im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gestiegenen Gesamtproduktion der Landwirtschaft in Höhe von 11,4 Milliarden Franken aus. Ihr stehen geschätzte Aufwände in Höhe von 7,3 Milliarden Franken gegenüber. Gegenüber 2019 entspräche diese einem Rückgang der Vorleistungen um 3,1 Prozent.

Im Pflanzenbau gehen die Analysten des BFS von einem Rückgang des Produktionswerts um 5,5 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken aus. Hier stehen gestiegenen Produktionswerten bei Getreide, Ölsaaten und Gemüse gesunkene Produktionswerte von Futterpflanzen, Trauben und Wein gegenüber. Dem Produktionswert tierischer Produkte wird ein Anstieg um 4,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Franken prognostiziert. Als Wachstumstreiber machen die Analysten des BFS hier vor allem gestiegene Preise für Milchprodukte, Schlachtrinder und Schweinefleisch aus.

Das für dieses Jahr zu erwartende Nettounternehmenseinkommen des gesamten Landwirtschaftssektors beziffert das BFS auf 3,3 Milliarden Franken. Es fällt den Berechnungen zufolge damit 9,2 Prozent höher aus als im vergangenen Jahr. Wichtiger Bestandteil auf der Einnahmeseite sind dabei die an die Betriebe ausgezahlten Staatsbeiträge. Deren Höhe bleibt 2020 mit knapp 3,0 Milliarden Franken im Jahresvergleich unverändert.

Den Erhebungen des Kompetenzzentrums des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, Agroscope, zufolge belief sich das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen eines Betriebs im vergangenen Jahr auf 74'200 Franken. Es lag damit 5 Prozent höher als noch 2018. Die Analysten von Agroscope führen die Einkommenssteigerung hauptsächlich auf im Jahresvergleich gestiegene Preise für Schlachtschweine und eine höhere Bewertung von Rind- und Schweinebeständen zurück. hs

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