LafargeHolcim will CO2 wiederverwenden

25. Juli 2019 13:29

Richmond - LafargeHolcim will in seinem Werk im kanadischen Richmond das bei der Zementherstellung entstehende CO2 einfangen und wiederverwenden. Das CO2 könnte unter anderem bei der Betonherstellung wiederverwendet werden.

LafargeHolcim will seinen CO2-Ausstoss weiter senken. Im Rahmen des Projekts CO2MENT installiert es in seinem Zementwerk in Richmond bei Vancouver eine Anlage, die das entstehende CO2 aus dem Rauchgas abscheidet, wie der Zuger Zementhersteller in einer Mitteilung schreibt. In einer weiteren Phase wird das CO2 zur Wiederverwertung aufbereitet. Dabei soll die Wirtschaftlichkeit einer Wiederverwendung etwa bei der Herstellung von Beton oder der Nutzung von Flugasche geprüft werden. 

LafargeHolcim greift auf ein System der kanadischen Firma Inventys zurück. Das Projekt dauert vier Jahre. „Unser Ziel ist es, neue Wege zur Abscheidung von Emissionen aus unseren Produktionsprozessen zu finden, um diese in unseren Produkten wiederzuverwerten“, wird René Thibault, Konzernleitungsmitglied für die Region Nordamerika, in der Mitteilung zitiert. Am Projekt ist auch der französische Energiekonzern Total beteiligt. Es wird vom Umweltministerium der Provinz British Columbia unterstützt.

LafargeHolcim verringert in seinem Werk Richmond zudem den CO2-Ausstoss seiner Zementproduktion. So verfeuert es künftig rund 100.000 Tonnen Abfall, die sonst auf Deponien landen würden. Damit soll der CO2-Ausstoss bei der Verbrennung um 20 Prozent gesenkt werden. Das Unternehmen investiert dafür 28 Millionen kanadische Dollar (21 Millionen Franken). stk

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