Krypto-Software von 21 Analytics verhindert Geldwäsche

24. August 2020 10:21

Zug - Das Schweizer Krypto-Ökosystem setzt auf internationale Standards für regelkonforme Transaktionen. Dafür nutzen Crypto Finance und Mt Pelerin die Software des Start-ups 21 Analytics. Erste automatisierte Transaktionen dieser Art wurden nun erfolgreich abgeschlossen.

Crypto Finance und Mt Pelerin, zwei Pioniere für Finanzdienstleistungen in Krypto-Währungen, haben die erste automatisierte Bitcoin-Transaktion mit der Software des Zuger Start-ups 21 Analytics erfolgreich durchgeführt. Diese Software gestattet es den Kunden virtueller Vermögensverwalter (virtual asset service providers, VASPs), „schnell und gesetzeskonform zur Geldwäscheverordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA“ Krypto-Transaktionen zwischen Finanzintermediären durchzuführen, heisst es in einer Mitteilung von startupticker.ch.

Die frisch veröffentlichte Software von 21 Analytics ermöglicht Finanzintermediären und anderen VASPs die Umsetzung des sogenannten Travel Rule der FATF (Financial Task Force on Money Laundering). Wie bei herkömmlichen Banküberweisungen tauschen Finanzintermediäre bei der Durchführung einer kryptografischen Asset-Transaktion mit der Software Daten aus, die sowohl den Auftraggeber als auch den Begünstigten identifizieren. Dies soll der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dienen.

Die FATF hat ihren Sitz bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) in Paris. Das Gremium umfasst aktuell 35 Mitgliedstaaten sowie die EU-Kommission und den Golf-Kooperationsrat. Die von der FATF formulierten Richtlinien sind rechtlich zwar nicht bindend. Doch kann ein Land, das sich nicht an sie hält, vom globalen Finanznetzwerk ausgeschlossen werden. Die FATF-Richtlinien haben an Gewicht gewonnen, da die G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) erklärt haben, dass sie sich bei der Regulierung von Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit Kryptogeld auf die FATF-Richtlinien stützen wird.

Laut Lucas Betschart, CEO von 21 Analytics, zeigt die rasche Umsetzung des FATF-Travel Rule durch die Finanzintermediäre „die Kompetenz, mit der das Schweizer Krypto-Ökosystem die Führung übernimmt“.

„Als einer der ersten Schweizer VASPs, der das Travel Rule einhält, sind wir stolz darauf, an dieser Demonstration teilzunehmen“, sagt der CEO von Mt Pelerin, Arnaud Salomon. „Die praktische Vereinbarkeit von Krypto-Assets und der Einhaltung von Regulierungvorschriften sind ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Tokenisierungstechnologie.“ Nun hätten alle Akteure „die Rechtssicherheit, die sie benötigen, damit Krypto-Vermögen zu einer wichtigen alternativen Vermögensklasse werden können“, so der CEO der Crypto Finance AG, Jan Brzezek. mm

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