Krisenbewältigung braucht Klimaziele

27. April 2020 12:06

Bern - Für eine nachhaltige Ankurbelung der Wirtschaft nach der akuten Corona-Krise muss das Klima wieder zu einer Priorität werden. Das hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga anlässlich zweier europäischer Ministerkonferenzen betont.

Die Wirtschaftstätigkeit wieder hochzufahren, erfordere Umsicht und Kreativität, und zwar in gesundheitlicher wie in ökologischer Hinsicht. Das betonen mehrere Ministerien in einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). 

Wie Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bei zwei virtuellen Ministerkonferenzen bekäftigt habe, müsse das Klima neben dem Kampf gegen die Corona-Pandemie „wieder zu einer Priorität auf der internationalen politischen Agenda werden“. Die globale Erwärmung setze sich fort. In der Schweiz herrsche seit Wochen Trockenheit. Sie stelle die Landwirtschaft vor grosse Probleme. Zudem sei die Waldbrandgefahr schon vor dem Sommer erheblich.

„Lenkungsabgaben, Energiesparprogramme sowie Gelder für Investitionen in erneuerbare Energie, in nachhaltiges Bauen, in umweltfreundliche Mobilität und in den öffentlichen Verkehr werden die Wirtschaft in den bevorstehenden schwierigen Monaten stützen“, heisst es. Entsprechende Massnahmen bestünden bereits „und könnten verstärkt werden“.

Vor kurzem habe die Schweiz zusätzliche 46 Millionen Franken für den Ausbau der Photovoltaik freigegeben. 330 Millionen Franken waren dafür bereits vorgesehen. Der Bund prüfe weitere Massnahmen, um die KMU zu unterstützen und die Schweizer Klimaziele zu erreichen. mm

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