Krebsforschende des Kantonsspitals St.Gallen werden ausgezeichnet

31. Oktober 2023 09:48

St.Gallen - Forschende des Kantonsspitals St.Gallen werden mit dem SWISS BRIDGE Award 2023 ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 250‘000 Franken soll in die Forschung über Therapieresistenzen fliessen.

Die Stiftung SWISS BRIDGE hat ihren diesjährigen Preis dem Thema Therapieresistenzen bei Krebserkrankungen ausgeschrieben. Laut einer Medienmitteilung hat eine Jury aus 70 internationalen Bewerberinnen und Bewerbern in einem zweistufigen Evaluierungsverfahren zwei Forschungsteams ausgewählt. Die Projektleitenden, Anna Christian Obenauf vom Research Institute of Molecular Pathology in Wien und Lukas Flatz vom Kantonsspital St.Gallen, erhalten je 250‘000 Franken für die Realisierung ihrer Forschungsprojekte.

Die Forschenden am Institut für Experimentelle Dermatologie am Kantonsspital St.Gallen untersuchen Hautkrebsarten wie das Plattenepithelkarzinom und das Melanom (schwarzer Hautkrebs). In der Behandlung dieser Erkrankungen hat es mit neuen Therapien, sogenannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren, deutliche Fortschritte gegeben. Gleichzeitig werden jedoch auch Resistenzen festgestellt. Das Team um Professor Flatz sieht dabei einen Prozess, der als Tumor-Differenzierung bezeichnet wird, verantwortlich. Krebszellen verändern sich in diesem Prozess und werden von der körpereigenen Immunabwehr schlechter erkannt. „Wir glauben, dass die De-Differenzierung von Krebszellen durch einen Prozess namens Immuneditierung verursacht wird, bei dem das Immunsystem Druck auf die Tumoren ausübt und ihre Eigenschaften verändert“, wird Lukas Flatz in der Mitteilung zitiert.

In einem neuen Forschungsprojekt will das Institut nun Marker für die De-Differenzierung bei Melanomen und Plattenepithelkarzinomen entdecken, um Diagnose und Therapie dieser Krebsarten zu verbessern. Das Preisgeld in Höhe von 250‘000 Franken soll vollständig in diese Forschung fliessen. ce/ww

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