KPMG empfiehlt Versicherern Künstliche Intelligenz

19. März 2021 11:31

Zürich - Die Beratungsfirma KPMG empfiehlt Versicherern, die digitale Transformation zu beschleunigen. Denn der Druck durch neue Akteure und veränderte Kundenbedürfnisse werde immer grösser. So könne etwa der Einsatz von Künstlicher Intelligenz Versicherungen zu Lifestyle-Produkten wandeln.

Die neueste KPMG-Publikation „Clarity on Insurance“ legt den Versicherern nahe, ihre oft veraltete IT-Infrastruktur zu modernisieren. Investitionen in die Digitalisierung der Wertschöpfungsketten sowie in die intelligente Nutzung von Daten seien unumgänglich. Nur so könne die Branche dem steigenden Margendruck, neuen Akteuren und veränderten Kundenbedürfnissen Paroli bieten.

Versicherer sollten stärker auf Innovation und Digitalisierung setzen, um ihrer Kundschaft ein neuartiges Erlebnis zu bieten und gleichzeitig effizienter zu operieren. In einer Medienmitteilung sagt Thomas Schneider, Sektorleiter Versicherungen bei KPMG Schweiz, dass „der Versicherungskunde der Zukunft“ nicht mehrere Policen bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften wolle. Stattdessen sollten alle notwendigen Elemente auf einfache und verständliche Weise in einen einzigen Vertrag integriert werden, der das gesamte Spektrum von Prävention, Schutz und Betreuung abdecke.

Als Schnittstelle könne eine Smartphone-App dienen. Es sei denkbar, dass sie etwa automatisch eine Reiseversicherung abschliesst, wenn die Kundin oder der Kunde das Heimatland verlässt. Oder sie könnte vor zu hoher Fahrgeschwindigkeit warnen. So könnten angestaubte Versicherungen zu Lifestyle-Produkten werden.

Um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, sei es dringend geboten, dass die Versicherer ihre IT-Infrastruktur modernisieren und um Künstliche Intelligenz erweitern. Sie sei in der Lage, vorhandene interne und externe Daten sinnstiftend zusammenzuführen. „Der Fokus liegt in erster Linie auf intelligenteren Ansätzen für Underwriting und Schadenmanagement, denn diese bilden das Herzstück der Wertschöpfungskette“, so Schneider. Veränderungen seien schnell nötig, „denn Insurtechs und andere Akteure werden verstärkt in den Schweizer Versicherungsmarkt drängen“. mm

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