Kopenhagen will Diesel von Baustellen verbannen

09. Oktober 2019 10:53

Kopenhagen - Maschinen und Fahrzeuge auf Baustellen sollen künftig nicht mehr mit Diesel betrieben werden, fordert Kopenhagens Bürgermeister Frank Jensen. Damit könnten in der dänischen Hauptstadt 80.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Baubranche ist einverstanden.

Kopenhagen will bis 2025 klimaneutral werden. Dazu muss die dänische Hauptstadt ihren CO2-Ausstoss auf 200.000 Tonnen senken, heute sind es noch fünfmal so viel. Auch die Baubranche soll ihren Beitrag dazu leisten. Oberbürgermeister Frank Jensen fordert daher, dass dieselbetriebene Maschinen und Fahrzeuge von den Baustellen verschwinden. „Am Anfang kann man die Maschinen mit Biotreibstoff betreiben, aber langfristig müssen sie elektrifiziert werden“, wird der Sozialdemokrat in einem Beitrag der Zeitung „Politiken“ zitiert. Allein die Umstellung der schweren Maschinen könnte den CO2-Ausstoss um 80.000 Tonnen verringern, hat die Stadtverwaltung ausgerechnet. 

Die Baubranche könnte mit einer solchen Umstellung leben. „Das ist eine gute Idee“, wird Henrik Friis vom Branchenverband Dansk Byggeri zitiert. „Selbst grosse Bagger könnten mit Strom betrieben werden.“ Das sei zwar noch dreimal so teuer wie Diesel, aber werde immer günstiger. Daher sei es sinnvoll, mit Biotreibstoff zu beginnen.

Die Kompetenzen für die Regulierung der Baubranche sind zwischen dem Staat und den Gemeinden geteilt. Wirtschaftsminister Simon Kollerup begrüsst die Initiative der Hauptstadt. „Ich bin froh, dass sich die Gemeinden als Teil der Lösung ansehen“, wird der Sozialdemokrat zitiert. „Wir werden uns das wohlwollend anschauen.“

Auch die bürgerlichen Parteien unterstützen die Forderung. „Wichtig ist dabei, dass es im Dialog mit der Baubranche gemacht wird“, so Caroline Stage von der rechtsliberalen Venstre-Fraktion im Kopenhagener Stadtparlament. stk

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