Kontroverse Waffenfirmen sollen raus aus Standardindizes

Eine Schweizer Initiative will Investitionen in kontroverse Waffenfirmen verhindern. Bild: US-Verteidigungsministerium/Petty Officer 1st Class Ronald L. Heppner

Eigentlich gilt es heute als Standard, nicht in die Wertpapiere von Herstellern kontroverser Waffen zu investieren. Viele Anleger investieren jedoch unwissentlich Gelder in solche Unternehmer  – beispielsweise indirekt über Krankenkassengelder. Schweizer Investoren haben sich nun unter der Führung der Branchenorganisation Swiss Sustainable Finance (SSF) zusammengeschlossen, um solche Investitionen künftig zu verhindern. In einem Brief fordern sie Indexanbieter – wie beispielsweise Standard & Poor’s oder JP Morgan  – auf, die Papiere der umstrittenen Unternehmen aus ihren Standardindizes zu entfernen. Laut den Initianten sorgen diese Benchmarks dafür, dass Anleger unbewusst oder ungewollt in solche Firmen investieren.

Die Initiative der Investoren wurde im August 2018 lanciert und per 20. Dezember bereits von rund 106 Investoren unterzeichnet, die insgesamt ein Vermögen von rund 6 Billionen Dollar verwalten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem auch die Fondsgesellschaften der UBS und der Credit Suisse. Wie SSF nun in einer Mitteilung informiert, wurde die Frist für die Unterzeichnung angesichts der grossen Resonanz bis zum 31. Januar verlängert. Seit Ende November wird die Initiative auch durch die UNO-Initiative PRI unterstützt. ssp