Konjunkturaufhellung lässt auf sich warten

12. Dezember 2019 13:38

Bern - Die Expertengruppe des Bundes geht erst im übernächsten Jahr von einer konjunkturellen Belebung in der Schweiz aus. Im kommenden Jahr dürften jedoch internationale Sportereignisse das Wachstum des Bruttoinlandprodukts stützen.

„Die Expertengruppe hält an ihrer bisherigen Einschätzung fest, dass sich die Schweizer Konjunktur 2020 nur moderat entwickelt“, leitet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die Mitteilung zur Winterprognose der Konjunkturexperten des Bundes ein. Sie rechnen damit, dass sich die Wirtschaft in der Schweiz erst im übernächsten Jahr wieder dynamischer entwickelt.

Konkret gehen die Experten für dieses Jahr von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts um 0,9 Prozent aus. Für 2021 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent prognostiziert. Im dazwischen liegenden kommenden Jahr rechen die Experten damit, dass Effekte grosser Sportveranstaltungen das Wirtschaftswachstum auf 1,7 Prozent steigern. Diese Effekte hätten jedoch „wenig konjunkturelle Relevanz“, erläutern die Analysten.

Bei den verhaltenen Aussichten für das kommende Jahr stützen sich die Konjunkturexperten auf das ungünstig bleibende internationale Umfeld. Besonders beim Handelspartner Deutschland und allgemein dem Euroraum werde das Wachstum weiter schwächeln, meinen die Analysten. Sie gehen daher im kommenden Jahr von deutlich schwächeren Exporten als in den letzten vier Jahren aus.

Für 2021 wird dagegen mit einem leicht anziehenden Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Davon werde auch der Schweizer Exportsektor profitieren, nehmen die Experten an. In Folge sollten ihnen zufolge dann auch die Ausrüstungsinvestitionen ansteigen. hs

Aktuelles im Firmenwiki