Konjunktur macht Sprung nach oben

30. Juli 2020 14:02

Zürich - Das von der Konjunkturforschungsstelle KOF ermittelte Konjunkturbarometer hat im Juli zum zweiten Mal in Folge kräftig zugelegt. Es verbleibt allerdings noch klar unter dem längerfristigen Durchschnitt. Die Analysten der KOF sehen die Konjunkturaussichten daher weiter gedämpft.

Einer Mitteilung der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zufolge ist das von der KOF monatlich ermittelte Konjunkturbarometer nach einem Anstieg im Juni im Juli um weitere 25,1 Punkte auf den Stand von 85,7 Punkten geklettert. Nach Auskunft der Analysten der KOF ist dies „die stärkste monatliche Aufwärtsbewegung, die das Barometer jemals gezeigt hat“. Da der Absturz des Barometers im April allerdings „noch deutlich heftiger“ ausgefallen war, blieben die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft  jedoch „weiterhin gedämpft“, schreibt die Analysten.

Den Anstieg des Barometers im Juli führen die Analysten vor allem auf positive Signale aus der Industrie, dem Wirtschaftsbereich übrige Dienstleistungen und der Auslandsnachfrage zurück. Lediglich das Gastgewerbe habe sich „nicht an die breite positive Entwicklung“ anschliessen können, heisst es in der Mitteilung.

In der Industrie wurde in allen Branchen eine Verbesserung der Konjunkturaussichten beobachtet. Besonders stark sei diese in den Branchen Metall, Elektroindustrie, Holz, Glas, Steine und Erden, Maschinenbau sowie Chemie, Pharma und Kunststoffe ausgefallen, erläutern die Analysten. Im langfristigen Vergleich verblieben die Indikatoren für alle Branchen mit Ausnahme der holzverarbeitenden Industrie allerdings unter ihren Durchschnittswerten. hs

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