Kompromiss soll Ausbau der Wasserkraft ermöglichen

13. Dezember 2021 15:06

Bern - Die Produktion von Schweizer Speicherkraftwerken soll bis 2040 um 2 Terawattstunden erhöht werden können. Ein Runder Tisch des Bundes mit der Strombranche und den Umweltverbänden hat sich auf eine entsprechende gemeinsame Erklärung geeinigt. Er identifizierte 15 mögliche Projekte.

Die Kapazität der Schweizer Wasserkraft soll mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Biodiversität und die Landschaft ausgebaut werden. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat deshalb im August 2020 einen Runden Tisch mit Vertretenden der Strombranche und der Umweltverbände einberufen. Dieser hat nun eine gemeinsame Erklärung verabschiedet.

Diese Erklärung identifiziert 15 Wasserkraftprojekte, welche zusammen bis 2040 eine Speicherproduktion von 2 Terawattstunden erreichen können und pro zusätzlicher Gigawattstunde jeweils die geringste ökologische Belastung aufweisen. Davon befinden sich acht Projekte im Wallis, drei im Kanton Bern, zwei in Graubünden und je eines im Tessin und in Uri. Das Projekt Gorner im Wallis bildet dabei mit 650 Gigawattstunden das grösste Projekt, gefolgt vom Ausbau des Grimselsees im Kanton Bern mit 240 Gigawattstunden und dem Projekt Trift mit 215 Gigawattstunden ebenfalls in Bern.

Sämtliche Projekte müssen die üblichen rechtlichen Anforderungen an die Bewilligung erfüllen. Der Runde Tisch befürwortet aber „die Schaffung möglichst effizienter und rascher Bewilligungsprozesse“. Im Gegenzug sollten möglichst frühzeitig Ausgleichsmassnahmen zum Schutz der Biodiversität und der Landschaft ausgehandelt werden.

Am Runden Tisch haben unter anderem die Konferenzen der kantonalen Umweltdirektoren und der Energiedirektoren sowie der Gebirgskantone, der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Pro Natura und der WWF teilgenommen. stk

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