Kompetenzzentrum Cybersicherheit nimmt Form an

15. Mai 2019 14:08

Bern - Auf seiner Sitzung vom Mittwoch hat der Bundesrat einen Umsetzungsplan für das geplante Kompetenzzentrum Cybersicherheit verabschiedet. Darin werden Zuständigkeiten und Aufgaben der beteiligten Stellen definiert. Zudem werden die personellen Ressourcen im Bereich aufgestockt.

Einer Mitteilung des Bundesrats zufolge kommt dem geplanten Kompetenzzentrum Cybersicherheit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken (NCS) 2018–2022 zu. Das von einem noch zu bestimmenden Delegierten des Bundes geleitete Kompetenzzentrum soll für die Koordination der bundesweiten Umsetzungsarbeiten zuständig sein.

Der Beschluss über die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Cybersicherheit trage „den Forderungen aus der Wirtschaft und dem Parlament nach einer verstärkten Zentralisierung der Aktivitäten im Bereich Cybersicherheit“ Rechnung, heisst es in der Mitteilung weiter. Nach Einschätzung des Bundesrats haben sich die Gefahren in diesem Bereich in der Vergangenheit deutlich verstärkt. Auf seiner Sitzung am Mittwoch wurde daher auch „eine Stärkung der personellen Ressourcen im Bereich Cyberrisiken im Umfang von 24 Stellen beschlossen“.

Im verabschiedeten Umsetzungsplan wurden nun die Zuständigkeiten innerhalb der Bundesverwaltung festgelegt und die Aufgaben der am Kompetenzzentrum beteiligten Akteure definiert. Zu diesen zählen neben der Bundesverwaltung auch die Kantone, die Wirtschaft und die Hochschulen. Als wichtigste im Umsetzungsplan definierte Massnahmen werden in der Mitteilung die Erarbeitung von Standards in der Informatiksicherheit, die Prüfung einer Meldepflicht für Cybervorfälle sowie die Einrichtung eines Expertengremiums und einer Anlaufstelle genannt. hs

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