KOF geht von stärkeren Folgen des Coronavirus aus

06. März 2020 13:01

Zürich - Im Februar war die Konjunkturforschungsstelle KOF noch von relativ geringen Folgen des Coronavirus für die Schweizer Wirtschaft ausgegangen. In einer Aktualisierung ihrer Einschätzung sprechen die Analysten nun von stärkeren negativen Auswirkungen.

In einer Medienmitteilung vom 11. Februar war die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) noch davon ausgegangen, dass das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts vom Coronavirus nur „um deutlich weniger als 0,1 Prozentpunkte gedämpft werden“ würde. In einer aktualisierten Einschätzung sprechen die Analysten der KOF nun von „stärker negativen Effekten“. Sie machen dies an der hohen und schnellen Verbreitung des Virus auch in Europa fest. Dies dürfte „rasch zu negativen Effekten beim privaten Konsum führen und sich aufgrund von Lieferstörungen und Nachfrageausfällen auch negativ auf die Exporte und die Investitionen auswirken“, schreiben die Analysten. 

Die Forscher der KOF seien derzeit noch dabei, die detaillierten Auswirkungen des Coronavirus auf die Konjunktur der Schweiz und weltweit in volkswirtschaftlichen Szenarien zu bestimmen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Schweizer Tourismus beispielsweise fehlten noch konkrete Zahlen. Indizien deuteten aber darauf hin, dass „weniger Gäste zum Beispiel aus Asien anreisen“.

„Nach dem Abklingen der Viruskrise“ könnte die Wirtschaft aber „mit einem deutlichen Rebound“ rechnen, prognostizieren die Analysten. Derzeit aufgeschobene Konsumausgaben würden dann nachgeholt und die Wirtschaft momentan bremsende Produktionsstörungen beseitigt werden. hs

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