KMU hoffen auf China

12. Juli 2016 11:52

Zürich - Die kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz rechnen sich bei der Ausfuhr besonders gute Chancen auf dem chinesischen Markt aus. Die Exportstimmung ist laut dem neuesten Barometer von Switzerland Global Enterprise und Credit Suisse so gut wie lange nicht.

Asien und die Pazifikregion gewinnen bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Schweiz immer mehr an Bedeutung. Das ergab eine Umfrage des offiziellen Schweizer Aussenwirtschaftsförderers Switzerland Global Enterprise (S-GE) unter 200 Schweizer KMU. Im zweiten Quartal gaben laut dem neuesten Export Outlook von S-GE und Credit Suisse 56 Prozent der befragten Firmen an, sie wollten im kommenden halben Jahr nach Fernost exportieren. Im ersten Vierteljahr hatten 49 Prozent der KMU diese Ansicht bekundet. China steht bei den Plänen im Vordergrund. 37 Prozent der KMU nannten dieses Ausfuhrziel. Im ersten Quartal waren es lediglich 31 Prozent der Firmen gewesen. Die KMU aus der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) stechen nach Angaben von S-GE bei den Exportaktivitäten in die Asien-Pazifik-Region besonders hervor.

Die Prognosen der Credit Suisse (CS), die in den Export Outlook ebenfalls eingehen, unterstreichen die Berechtigung der optimistischen Ausfuhrpläne. „Wachstum und Währung in China dürften sich in den nächsten sechs Monaten zugunsten der hiesigen Exporteure entwickeln“, heisst es in einer CS-Medienmitteilung. Zwar wird sich die chinesisches Konjunktur nach Einschätzung der CS-Ökonomin Bettina Rutschi im zweiten Halbjahr 2016 aufgrund der leichten Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation etwas abkühlen. „Insgesamt dürfte das Wirtschaftswachstum in China mit 6,5 Prozent aber auch 2016 hoch bleiben und somit bestehen für Schweizer KMU gute Exportaussichten – zumal der Schweizer Franken zum chinesischen Yuan gemäss unseren Prognosen in den nächsten sechs Monaten um 1,5 Prozent abwerten dürfte“, meint die Ökonomin.  eg


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