KMU hinken bei Digitalisierung hinterher

04. September 2020 12:51

Zürich - Das Potenzial der Digitalisierung wird von Grossunternehmen und modernen Dienstleistungsanbietern zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genutzt. KMU setzen digitale Technologien eher zur Erhaltung der Wettbewerbsposition ein. Dies stellt eine Studie der KOF fest.

„Damit Investitionen in digitale Technologien die Produktivität steigern können, muss ein Unternehmen innovationsfähig sein“, leitet die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) eine Mitteilung zu einer aktuellen Studie ein. Sie wurde von der KOF in Zusammenarbeit mit der Professur für Produktions- und Betriebsmanagement (POM) der ETH im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) durchgeführt. Für die Studie wurden Informationen aus rund 6500 Schweizer Unternehmen aus den Jahren 2002 bis 2016 ausgewertet.

Den Ergebnissen der Studie zufolge fehlt es den meisten Unternehmen aber an der eingangs erwähnten Innovationsfähigkeit. Schweizer Firmen setzten digitale Technologien „in erster Linie ein, um ihre Wettbewerbspositionen zu halten – und nicht, um bahnbrechende Innovationen zu schaffen und langfristige Wettbewerbsvorteile zu erlangen“, erläutern die Analysten. Lediglich Grossunternehmen und moderne Dienstleistungsanbieter nutzten die Digitalisierung, „um bestehende Geschäftsmodelle neu zu gestalten und Wertschöpfungsketten zu konfigurieren“. Als Hindernisse für den Einsatz digitaler Technologien in Schweizer KMU werden in der Mitteilung „ungeeignete Arbeitsabläufe, ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und fehlende finanzielle Ressourcen“ genannt. hs

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