Klöster Fahr und Einsiedeln spannen beim Weinbau zusammen

15. Dezember 2020 13:32

Kloster Fahr/Einsiedeln - Die Benediktinerklöster Fahr und Einsiedeln werden ihre Weinberge in Zukunft gemeinsam bewirtschaften. Beide Klöster haben zusammen eine Anbaufläche für Trauben von 12 Hektaren.

Der Weinbau in den beiden Klöstern Fahr und Einsiedeln wird in Zukunft gemeinsam betrieben. Die Benediktinerklöster Fahr und Einsiedeln, deren gemeinsame Geschichte fast 900 Jahre zurückreicht, werden ihre Weinbauaktivitäten ab 2021 zusammenführen, heisst es in einer Medienmitteilung der Klöster. Es geht dabei immerhin um eine Anbaufläche von fast 12 Hektaren. Mit der Zusammenführung der beiden Kellereien und der Rebflächen entsteht ein klösterliches Weinhaus mit rund 7,8 Hektaren in der Gemeinde Freienbach im Rebgebiet Leutschen und auf der Klosterinsel Ufnau sowie gut 4,2 Hektaren in Weiningen und Unterengstringen. Die Rebsorten sind überwiegend Blauburgunder und Müller-Thurgau, aber auch regionale Sorten wie die Zürichsee-Traube Räuschling.

In der gemeinsamen Weinbewirtschaftung wird Kellermeister Dominic Mathies, der seit zehn Jahren in Einsiedeln die Klosterkellerei führt, die Kelterung sowohl der Einsiedler als auch der Fahrer Weine leiten. Roland Steinmann wird als Rebmeister für die gesamten klösterlichen Weinberge im Limmattal und am Oberen Zürichsee zuständig sein. Er ist bisher Leiter Weinbau im Kloster Fahr.

Irene Gassmann, seit September 2003 Priorin der Klostergemeinschaft Fahr, wird in der Mitteilung zitiert: „Der Wein gehört zur Kultur der benediktinischen Gastfreundschaft. Der Weinbau im Limmattal ist fürs Kloster Fahr auch ein Zeichen der Verbundenheit mit der Region, dies zeigt sich insbesondere mit dem Verein ‚Pro Kloster Fahr‘ und den Erntehelferinnen. Wir freuen uns, dass wir den Weinbau gemeinsam mit dem Kloster Einsiedeln in die Zukunft führen können.“

Die Neuordnung soll  Synergien in den Kompetenzen, in der Bewirtschaftung sowie in Marke und Verkauf schaffen. Die beiden Herkunftsbezeichnungen „AOC Zürich“ für die Fahrer und „AOC Zürichsee“ für die Einsiedler Weine bleiben bestehen. gba 

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