Klimawandel schädigt Infrastrukturen

10. Oktober 2019 13:51

Bern - Der Klimawandel schadet auch Schienen, Strassen und Wasserkraftwerken. Laut einer Studie des Bundes wird diese Entwicklung mittelfristig bis zu 1 Milliarde Franken im Jahr kosten. Bundesrätin Simonetta Sommaruga kündigt einen Aktionsplan an.

Mit dem Klimawandel nehmen unter anderem Hitzeperioden, Steinschläge und Felsstürze zu. Dies führt auch zu mehr Schäden an Strassen und Schienen, wie der Bund in einer Mitteilung zu seiner neuen Studie schreibt. „Bei der Bahn erfordern Extremtemperaturen eine Reduktion des Fahrtempos, was Verspätungskosten verursacht“, wird Ökonom Christian Jaag zitiert.

Ausserdem sinken aufgrund der höheren Temperaturen und der Trockenheit auch die Einnahmen von Wasserkraftwerken. Jaag bezifferte die Ertragsausfälle für die Energiewirtschaft um das Jahr 2050 auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Insgesamt geht die Studie davon aus, dass die Schäden an Schweizer Infrastrukturen und die Produktionsausfälle bei Energieinfrastrukturen bis 2050 mittelfristig bis zu 1 Milliarde Franken pro Jahr kosten dürften.

Die Studie wurde vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am diesjährigen Infrastrukturtag in Zürich vorgestellt. Dort kündigte Bundesrätin Simonetta Sommaruga gleich einen Aktionsplan für einen gezielten Schutz staatlicher Infrastrukturen an. Der Plan soll Massnahmen enthalten, die dem Schutz dieser Infrastrukturen dienen. So sollen beispielsweise bei der Raumplanung die Risiken des Klimawandels miteinbezogen werden. Ausserdem ist ein Forschungsprogramm zur Verbesserung der Wissensbasis vorgesehen. Sommaruga betonte auch, dass es unerlässlich sei, den CO2-Ausstoss zu senken. Dazu brauche es nun ein „griffiges CO2-Gesetz”. ssp

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