Klimawandel bedroht globalisierte Wirtschaft

13. Juni 2016 15:31

Potsdam - Der Klimawandel verändert nicht nur die Umwelt, sondern er bedroht auch die global vernetzten Produktions- und Lieferprozesse der Weltwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Klimafolgenforschung in Potsdam.

In einer global vernetzten Wirtschaft haben regionale Klimaereignisse internationale Auswirkungen bei Produktions- und Lieferprozessen. Dies zeigt eine Studie des Instituts für Klimafolgenforschung in Potsdam und der Columbia University am Beispiel der Leistungsminderung von Arbeitskräften durch Extremtemperaturen. Danach hat sich die Struktur der seit 15 Jahren immer stärker global vernetzten Wirtschaft derart verändert, dass regionale Störungen in der Produktion internationale wirtschaftliche Auswirkungen haben.

In der Studie werden Produktionsverluste durch Unwetterfolgen, aber auch kleine, alltägliche Störungen untersucht. So können Hitzewellen eine Rückgang der Produktion verursachen, weil die Arbeiter schneller erschöpft sind. „Bei ungebremstem Klimawandel wird die Zunahme von Wetterextremen, wie gerade in Süddeutschland geschehen, starke Auswirkungen auf die natürlichen und gesellschaftlichen Systeme haben“, wird Ko-Autor Anders Levermann in der Medienmitteilung des Instituts zitiert. „Um die Kosten zukünftigen Klimawandels abschätzen zu können, müssen die globalen ökonomischen Folgen häufigerer Hitzewellen und meteorologischer Ereignisse wie Fluten und tropischer Stürme mit einbezogen werden – und es muss ihre Beziehung zu ökonomischen Netzwerken verstanden werden.“ hs




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