Klimawandel bedroht Gebirgswasser

10. Dezember 2019 14:05

Birmensdorf ZH - Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern belegt, dass die Gebirgswasserreserven vielerorts vom Klimawandel und anderen vom Menschen verursachten Veränderungen gefährdet werden. Aus der Schweiz waren Forscher der WSL und der Universität Zürich beteiligt.

Gebirgswassersysteme „speichern und transportieren Wasser über Gletscher, Schneepakete, Seen und Bäche und versorgen so rund 1,9 Milliarden Menschen weltweit“, heisst es in einem auf dem Portal der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) veröffentlichten Bericht über die Arbeit der internationalen Forschungsgruppe. Dabei hatten die insgesamt 32 Wissenschaftler die Bedeutung von 78 von Berggletschern gespeisten Wassersystemen für die nachgelagerten Gemeinden ermittelt. Nachfolgend wurden die mutmasslichen Auswirkungen von ökologischen und soziοökonomischen Veränderungen auf diese Gletscher untersucht.

Den Erkenntnissen der Forscher zufolge sind „die Gebirgswasserreserven vielerorts durch den Klimawandel, wachsende Bevölkerungszahlen, Misswirtschaft der Wasserressourcen und andere geopolitische Faktoren akut gefährdet“, wird im Bericht erläutert. Die Wissenschaftler seien zu dem Schluss gekommen, „dass internationale, gebirgsspezifische Strategien und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel unerlässlich sind, um sowohl Ökosysteme als auch die Menschen flussabwärts zu schützen“. Aus der Schweiz hatten sich Wissenschaftler des WSL und der Universität Zürich an den Forschungen beteiligt. hs

 

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