Klimaschutzpreis für nachhaltiges Bauen vergeben

28. Januar 2020 14:12

Darmstadt - Die deutsche Stadt Darmstadt und die Themengruppe Klimaschutz haben erstmals den Klimaschutzpreis „nachhaltiges Bauen“ vergeben. Zu den Siegern zählt ein PassivhausSozialPlus, welches neben dem niedrigen Energiebedarf mit Barrierefreiheit besticht.

Die Stadt Darmstadt hat den Klimaschutzpreis „nachhaltiges Bauen“ gemeinsam mit der Themengruppe Klimaschutz verliehen, die bei der Darmstädter Initiative Lokale Agenda 21 angesiedelt ist. Der erstmals vergebene Preis ist in zwei Kategorien vergeben worden. Die Preisträger sollen jeweils als sichtbares Zeichen dienen, „dass energetisches Sanieren und Bauen einen hohen Stellenwert in Darmstadt haben und Klimaschutz und die soziale Frage in Einklang gehen können“, wie es in einer Medienmitteilung von Darmstadts Umweltdezernentin Barbara Akdeniz heisst.

Preisträger in der Rubrik Neubau ist ein PassivhausSozialPlus. Das Planungsbüro Faktor10 hat das Gebäude geplant und umgesetzt. Das Mehrfamilienhaus verfügt über 42 barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen. Das es als Passivhaus realisiert worden ist, ist der Energiebedarf entsprechend gering. Dazu haben beispielsweise ein Energie- und Trinkwassermonitoring und eine Photovoltaikanlage mit Speicher beigetragen.

In der Rubrik Sanierung hat ein Dreifamilienwohnhaus gewonnen, welches in mehreren Schritten vollständig energetisch saniert worden ist. Fassade, oberste Geschossdecke und Kellerdecke sind mit einer Wärmedämmung ausgestattet worden. Eine Erdsonden-Wärmepumpe deckt den Wärmebedarf ab, eine Photovoltaikanlage und ein zertifizierter Ökostromanbieter den Energiebedarf. Die Sanierungskosten sind sozialverträglich reduziert an die Mieter weitergegeben worden, werden allerdings durch den geringeren Energiebedarf kompensiert.

„Beide ausgezeichnete Projekte zeigen, dass energieeffizientes Bauen und Sanieren auf vielen verschiedenen Wegen möglich ist, sei es eher konservativ oder stärker innovativ“, wird Akdeniz in der Mitteilung zitiert. „Ich freue mich aber besonders, dass die Projekte auch zeigen, dass Klimaschutz bei Wohngebäuden und der soziale Aspekt der daraus resultierenden Mietkosten in Einklang gebracht werden können.“ jh

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