Klimaschutz sollte schrittweise verstärkt werden

25. Juli 2016 13:40

Berlin - Um die im Pariser Klima-Abkommen festgelegte Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad durchgängig einhalten zu können, sind weitere Massnahmen nötig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gruppe renommierter Klimaforscher.

Eine Gruppe von Wissenschaftler hat die wissenschaftlichen und politischen Aspekte des langfristigen Temperaturziels im Pariser Klima-Abkommen untersucht. Die Klimaforscher kommen dabei zu dem Ergebnis, das die meisten Szenarien zur Reduzierung der globalen Erwärmung auf maximal 1,5 Grad diese Grenze zeitweise überschreiten. Erst am Ende des Jahrhunderts würden die Temperaturen dann wieder unter die Grenze von 1,5 Grad Erwärmung fallen, heisst es in einer Medienmitteilung von Climate Analytics zur Studie.

„Ob die derzeit verfügbaren Emissionspfade mit dem Temperaturziel des Pariser Klima-Abkommens in Einklang stehen oder nicht, ist keine wissenschaftliche, sondern eine politische Frage. Viele der durch den Klimawandel besonders gefährdeten Länder sehen 1,5 Grad als eine Obergrenze ein, die nicht überschritten werden darf“, wird der Hauptautor der Studie, Carl-Friedrich Schleussner von Climate Analytics, dort zitiert. „Ein zentraler Baustein der wissenschaftlichen Agenda nach Paris muss daher die weitere Erforschung möglicher Emissionspfade sein, nach denen die globale Erwärmung unter 1,5 Grad gehalten werden kann.“

Die Studie bestätigt, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad erhebliche geringere Auswirkungen als eine Erwärmung um zwei Grad hätte. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass die von den Regierungen vereinbarten kurzfristigen Ziele für den Zeitraum von 2020 bis 2030 nicht ausreichen, die Grenze von maximal 1,5 Grad Erwärmung durchgehend einzuhalten. Die Autoren schlagen deswegen eine regelmässige Überprüfung der Ergebnisse aus den Reduktionsverpflichtungen alle fünf Jahre vor. Darauf gestützt könnten dann nötige Verschärfungen der Emissionsreduktionsziele beschlossen werden. hs

Mehr zu Klima

Aktuelles im Firmenwiki