KIT arbeitet an hocheffizienter Transportschicht für Solarzellen

17. Juli 2019 14:24

Karlsruhe - Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine neue Transportschicht für Perowskit-Solarzellen entwickelt. Sie lässt sich per Tintenstrahldruck herstellen. Nun soll die Technologie zur Marktreife entwickelt werden.

Perowskit-Solarzellen stellen eine günstige und in der Herstellung unkompliziertere Alternative zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen dar, informiert das KIT in einer Mitteilung. Damit sie der Solarzelle Energie entnehmen können, müssen die vom Sonnenlicht angeregten Elektronen und die zurückbleibenden positiv geladenen Fehlstellen, die sogenannten Löcher, allerdings an unterschiedlichen Seiten der Perowskit-Absorber abgeführt werden. „Damit erfordern effiziente Perowskit-Solarzellen nicht nur eine Optimierung der lichtabsorbierenden Perowskit-Schicht, sondern auch dieser ladungsträgerselektiven Schichten“, wird Tobias Abzieher, Doktorand am Lichttechnischen Institut (LTI) des KIT, in der Mitteilung zitiert.

Abzieher und seine Forschungskollegen am KIT haben eine neuartige Lochleiterschicht auf der Basis von Nickeloxid entwickelt. Sie zeichnet sich durch niedrige Herstellungskosten und eine Toleranz für hohe Temperaturen aus. In ersten Versuchen wurde die Schicht mittels Elektronenstrahlverdampfung auf das Substrat aufgedampft. Der dabei erzielte Wirkungsgrad von 16,1 Prozent wird in der Mitteilung als Demonstration einer der „effizientesten Perowskit-Solarzellen auf Basis dieser Methode“ beschrieben.

Über die Aufbringung per Tintenstrahldruck konnten die Forscher den Wirkungsgrad auf „einen Weltrekord“ von 18,5 Prozent verbessern. Nun arbeiten die Forscher nach eigenen Angaben daran, „die Perowskit-Photovoltaik aus dem Labor in die Fabriken zu bringen“. hs

Aktuelles im Firmenwiki