Kein Januar war bisher wärmer

17. Februar 2020 12:46

Washington - Der Januar 2020 war der heisseste Januar seit Beginn der Messungen. Das geht aus dem aktuellen Klimabericht der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde hervor.

Seit Klimadaten gesammelt werden, hat die Erde keinen wärmeren Januar als den von 2020 erlebt. Entsprechende Messergebnisse haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Nationalen Zentrums für Umweltinformation (NCEI) jetzt in ihrem „January 2020 Global Climate Report“ vorgelegt. 

Der Januar 2020 war bereits der 44. Januar in Folge und der 421. Monat in Folge mit Temperaturen, die über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts lagen. Das geht aus einer Medienmitteilung der staatlichen Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) der USA hervor. Die globale Land- und Meeresoberflächentemperatur war mit 1,14 Grad Celsius über dem Durchschnitt des vergangenen Jahrhunderts die höchste jemals gemessene Januartemperatur. Sie übertraf den bisherigen Rekord von 2016 um 0,02 Grad. 

Darüber hinaus war im vergangenen Monat die Abweichung von der Durchschnittstemperatur die höchste, die je in einem Monat ohne einen El Niño im tropischen Pazifik verzeichnet wurde. Grosse Teile Russlands verzeichneten Abweichungen von der Durchschnittstemperatur um plus 5 Grad oder mehr. Rekorde wurden ausser in Asien auch in Skandinavien, im Indischen Ozean, im zentralen und westlichen Pazifik, dem Atlantik sowie in Mittel- und Südamerika gemessen.

Die polare Meereisabedeckung blieb im Januar kleiner als normal. Die Ausdehnung des arktischen Meereises lag 5,3 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Die antarktische Eisfläche mass sogar 9,8 Prozent weniger. Auch die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel lag unter dem Durchschnitt dieser Jahre. Sie war am 18. Januar die geringste seit 54 Jahren.

Weiters geht aus dem Klimabericht hervor, dass die letzten vier Januarmonate die wärmsten überhaupt waren. Die zehn wärmsten sind alle seit 2002 aufgetreten. mm

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