Kantone wollen beim Krisenmanagement stärker einbezogen werden

22. Dezember 2020 12:27

Bern - Die Kantonsregierungen schlagen Verbesserungen beim Krisenmanagement vor. Insbesondere wollen die Kantone vom Bund stärker in die Vorbereitung landesweiter Massnahmen einbezogen werden. Darüber hinaus soll die Kommunikation unter den Kantonen und mit dem Bund verbessert werden.

Auf ihrer Plenarversammlung am 18. Dezember haben die Kantonsregierungen sich mit einem Zwischenbericht über das Krisenmanagement in der ersten Phase der Coronavirus-Pandemie auseinandergesetzt. Dabei seien verschiedene Schwachstellen entdeckt worden, schreibt die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) in einer Mitteilung. Sie fordert auch im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen eine Optimierung des Krisenmanagements ein.

Vor allem fordern die Kantone eine stärkere Einbeziehung in die Planungen des Bunds. Dafür solle „ein schlankes und paritätisch zusammengesetztes Führungsgremium auf politischer Ebene eingesetzt werden“, heisst es in der Mitteilung. Auch sollte in Zukunft sichergestellt werden, dass „weder gesundheits- noch wirtschafts- oder sozialpolitische Aspekte“ die Diskussion „einseitig dominieren“.

In der ersten Phase der Pandemie seien die Kantone vom Bund  „zu wenig oder nur mit äusserst knappen Fristen angehört wurden“, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kantone erwarten zukünftig „stärker in die Vorbereitung der landesweiten Massnahmen“ einbezogen zu werden. „Einseitige Weisungen des Bundes ohne jegliche Rücksprache mit den Kantonen sind nicht zielführend und führen zu Unklarheiten beim Vollzug der Massnahmen“, warnt die KdK in der Mitteilung.

Darüber hinaus fordert die KdK eine bessere Kommunikation der Kantone untereinander und mit dem Bund ein. In der Mitteilung wird hier eine „einheitliche Austauschplattform“ angeregt, und die Einrichtung digitaler Kommunikationslösungen vorgeschlagen. Auch sollten Zuständigkeiten „besser definiert werden“. hs

Mehr zu Gesellschaft

Aktuelles im Firmenwiki