Kantone mustern fossile Heizungen aus

29. August 2022 13:13

Bern - Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren hat beschlossen, dass spätestens 2030 keine fossilen Heizungen mehr in neue oder bestehende Gebäude verbaut werden dürfen, damit die Schweiz ihr Klimaziel erreicht. Die kantonalen Energiegesetze müssen entsprechende ausgerichtet werden.

Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) habe an ihrer Plenarversammlung am 26. August „ein umfassendes Papier zu den Grundsätzen der Gebäudepolitik 2050+“ verabschiedet, informiert die EnDK in einer Mitteilung. Es sieht unter anderem vor, dass in der Schweiz spätestens ab 2030 keine fossilen Heizungen mehr verbaut werden. Nur so könne die Schweiz ihr Ziel erreichen, 2050 netto kein CO2 mehr auszustossen, schreibt die EnDK. Die künftigen kantonalen Energiegesetze müssen sich an diesem von der EnDK beschlossenen Grundsatz ausrichten. 

Im neuen Grundsatzpapier wird zudem auch Wert auf eine Stromproduktion am Gebäude selbst Wert gelegt. Hier sollen vor allem Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden eingesetzt werden. „Das Gebäude wird zum Energiehub, das Energie nicht nur für die üblichen Anwendungen verbraucht, sondern vermehrt auch für die stark steigende Elektromobilität nutzt und Elektrizität selbst produziert und speichert“, wird Mario Cavigelli (CVP) in der Mitteilung zitiert. Der per Ende Jahr aus dem Regierungsrat ausscheidende Vorsteher des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons Graubünden hat sein Amt als Präsident der EnDK an der Plenarversammlung an den Vorsteher des Departements für Finanzen und Energie des Kantons Wallis, Roberto Schmidt (CVP), übergeben. 

Kantonseigene Gebäude sollen so früh wie möglich ausschliesslich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Aktuell bereiten sich die Kantone zudem auf eine mögliche Versorgungskrise vor. Auch hier wollen die Kantone „als Vorbild vorangehen“ und die Erarbeitung kantonseigener Energiesparmassnahmen koordinieren, schreibt die EnDK. hs

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