Kantone meistern Herausforderungen des Ukrainekrieges

24. Juni 2022 13:45

Bern - Die Kantone haben die Herausforderungen des Krieges in der Ukraine im Schul-, Sozial-, Gesundheits-, Wirtschafts-, Arbeits- und Integrationsbereich bisher gut gemeistert. Dies stellt die Konferenz Kantonaler Volkswirtschafsdirektoren in einer Lagebeurteilung fest.

Die Kantone haben bisher die direkten und indirekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf Schul-, Sozial- und Gesundheitswesen sowie die Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Integration meistern können, stellt die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) in einer Mitteilung anlässlich ihrer Plenarsitzung vom 23. Juni fest. Nach Ansicht der VDK hat dies vor allem an einer guten Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen gelegen. Dabei seien bisher rund 1500 Menschen aus der Ukraine in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert worden.

Um die mittelfristigen Risiken wie Lieferengpässe, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie starke Inflation bewältigen zu können, müsse der Bundesrat „frühzeitig aktuelle Szenarien mit allfälligen Massnahmen“ kommunizieren, „damit die Kantone sowie die weiteren betroffenen Akteure den Vollzug rechtzeitig planen können“, fordert die VDK. Sie sieht den Wirtschaftsstandort Schweiz auch „unabhängig von der Ukraine-Krise“ und insbesondere von der „Erosion der bilateralen Abkommen mit der EU“ herausgefordert. 

Den noch immer unter der Pandemie leidenden Städtetourismus will die VDK nachhaltig beleben. Hier solle der Bundesrat die Rechtliche Grundlage für die Einrichtung städtischer Tourismuszonen schaffen, fordert die VDK. Dies sei „auch im Interesse der nichtstädtischen Tourismusregionen, welche von der Wechselwirkung mit dem Städtetourismus profitieren“. hs

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