Kantonale Initiative fordert Tempo 50 auf Hauptachsen

18. November 2022 14:35

Zürich - Die kantonale Mobilitätsinitiative zur generellen Einführung von Tempo 50 auf den Hauptverkehrsachsen ist zustande gekommen. Mitglieder der FDP und der SVP haben 7200 Unterschriften eingereicht. Die Zürcher Handelskammer unterstützt die Initiative.

Die „ÖV-Initiative – Damit in Zürich niemand stehen bleibt“ sieht vor, die Herabsetzung des Tempolimits auf Strecken zu verbieten, die vom öffentlichen Verkehr befahren werden. Die Einführung von Tempo 30 auf solchen Strecken führe zu einer Verlangsamung des öffentlichen Verkehrs, begründen die Initianten ihren Vorstoss. Tempo 30 verringere damit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und verursache Mehrkosten.

Die im Mai lancierte Initiative ist laut einer Medienmitteilung nun zustande gekommen. Der kantonale FDP-Präsident Hans-Jakob Boesch und der kantonale SVP-Präsident Domenik Ledergerber haben dem Kanton am 18. November insgesamt 7200 Unterschriften überreicht. Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen bremse nicht nur den öffentlichen und privaten Verkehr aus, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg der Städte und des Kantons, heisst es in der Mitteilung.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) unterstützt die Initiative. Sie komme insbesondere dem Gewerbe zugute. Dabei gehe es nicht um die Verhinderung von Tempo 30, sondern die generelle (Wieder-) Einführung von Tempo 50 auf Hauptverkehrsachsen, teilt die ZHK mit. Tempo 30 sei auch in Zukunft legitim, wo dies aus Sicherheits- und Lebensqualitätsgründen sinnvoll ist. stk

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