Kanton Zürich will Besteuerung des Kapitalbezugs senken

15. Mai 2020 12:05

Zürich - Der Regierungsrat des Kantons Zürich will die Besteuerung von Bezügen aus der 2. und 3. Säule senken. Damit soll der Abwanderung von gutsituierten Steuerzahlern begegnet und dem Kanton Steuersubstrat erhalten werden. Die ZHK unterstützt den Vorschlag.

„Wer sich selbstständig macht, auswandert, oder Wohneigentum finanzieren will, kann sich Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a ganz oder teilweise auszahlen lassen“, erläutert die Zürcher Handelskammer (ZHK) in einer Mitteilung. Weil solche Bezüge im Kanton Zürich verhältnismässig stark besteuert werden, entschieden sich gutsituierte Steuerzahler oftmals für einen Wegzug aus dem Kanton, heisst es dort weiter. Andreas Geistlich, ZHK-Vorstandsmitglied und FDP-Kantonsrat, hatte dagegen bereits im November 2016 die Senkung der Besteuerung für Kapitalbezüge vorgeschlagen.

Im Mai dieses Jahres hätten Regierungsrat und Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Kantonsrats nun einen Gegenvorschlag vorgelegt, „der das Problem entschärft und die Attraktivität des Kantons Zürich stärkt“, heisst es in der Mitteilung weiter.  Dieser Vorschlag mache  „die Steuerbelastung von Kapitalleistungen im Kanton Zürich im interkantonalen Vergleich deutlich attraktiver“.

Die ZHK hatte bereits den Vorstoss von Geistlich unterstützt. Ihrer Ansicht nach ist aber auch der Gegenvorschlag geeignet, die Abwanderung von gutsituierten Steuerzahlern zu bremsen und langfristige Steuereinnahmen für den Kanton zu sichern. Sie unterstützt daher die Pläne des Regierungsrats. hs

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