Kanton Zürich rüstet sich für potenzielle Mangellagen

20. Juni 2019 12:52

Zürich - Eine Strommangellage wäre die relevanteste Gefährdung für den Kanton Zürich, hat eine vom Kanton durchgeführte Gefährdungsanalyse ergeben. Ihr ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitoring gewidmet.

Im Editorial der aktuellen Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitoring erinnert der Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich, Bruno Sauter, an die autofreien Sonntage im Winter 1973. Sie waren von der wirtschaftlichen Landesversorgung als Sparmassnahme in der Erdölkrise angeordnet worden.

Heute greife die Landesversorgung „nur noch ins Marktgeschehen ein, wenn eine schwerwiegende Mangellage an Gütern und Dienstleistungen besteht, welche die Wirtschaft selber nicht mehr bewältigen kann“, heisst es im Beitrag der Medienverantwortlichen des AWA, Irene Tschopp, im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe. Dort wird eine Strommangellage als derzeit grösste Gefährdung benannt. Tschopp stützt sich dabei auf eine im vergangenen Jahr im Kanton durchgeführte Gefährdungsanalyse, die auch von Bund und anderen Kantonen „als Grundlage für die Vorbereitung auf den Ernstfall“ genutzt werde.

Wie gut die Schweizer Strombranche für eine Strommangellage gerüstet ist, erläutert der Leiter Betrieb der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) in einem weiteren Beitrag zum Schwerpunktthema. Ihm zufolge sind die organisatorischen Vorbereitungen und die Regelwerke auf einem guten Stand.

Abgerundet wird das Schwerpunktthema durch einen historischen Rückblick auf die Geschichte der wirtschaftlichen Landesversorgung. Im zweiten Teil der aktuellen Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitoring werden die Leser wie immer über die aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen von Kanton und Land informiert. hs

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